
10.04.2025 bis 10.07.2025 in der Pariser Str. 44, 10707 Berlin
Nomaden- und Bauernteppiche
Die Kraft der Symbole
Die Methoden der Ikolographie und Ikonologie sollen hier die Grundlage für den Versuch bilden, der Symbolik bei den ausgestellten Nomaden- und Bauernteppichen nachzugehen. Die Schutz- und Segenszeichen (Amulette, Talismane) sowie ambivalente Symbole
werden veranschaulicht und hinterfragt.




01.07.2024 bis 15.11.2024 in der Pariser Str. 44, 10707 Berlin
Aby Warburgs globale Reflektion
Verschmelzung von Ethnologie und Kunstgeschichte
Der Kunst- und Kulturwissenschaftler Aby Warburg (1866–1929) hat vor etwa hundert Jahren seinen „Bilderatlas Mnemosyne“, der die Wiederkehr künstlerischer Formen in verschiedenen Epochen und Kulturräumen darstellt, entwickelt. Diese Bilder und Symbole, nannte er „Bilderfahrzeuge“, die für den permanenten Transport und Austausch der Kulturen auf den „Wanderungsstraßen“ sorgen. Außerdem transportieren sie das ästhetische und kosmologische Wissen aus dem kollektiven Bildgedächtnis der Menschheit. Warburg hat dieses bahnbrechende Konzept wegen seines frühen Todes nicht realisieren können. Der Atlas blieb aufgrund des Fehlens eines seiner wesentlichen Bestandteile, den Bildern aus den damals gängigen Feld der Ethnologie, lückenhaft. Die Umstände nach seinem Tod während des Aufkommens der Nationalsozialisten und die Verfrachtung der Bilder nach London trugen dazu bei, dass von über 2000 Bildern heute weniger als die Hälfte bewahrt werden konnten. So ist der Bilderatlas Mnemosyne ein Fragment geblieben.
Im Kontext der nomadischen Kelims & Teppiche als „Bilderfahrzeuge" versucht unsere Galerie, Warburgs Gedankenweg einer Verschmelzung von Ethnologie und Kunstgeschichte näher zu kommen.



